Teil 4: Die Wissenschaft als Wunschkonzert Über ein Jahr hat er uns begleitet, der Windmessmast auf der Hochkippe Klettwitz, ein kleines Stück nördlich abseits der Straße nach Kostebrau. Imposant wie eine Mittelwellensenderantenne stand er da und zeigte uns rund um die Uhr HD-Videos der Umgebung, inklusive der Gärten einiger Klettwitzer. Aber es waren auch imposante Regenbogenaufnahmen dabei und an seinem Fuß fanden sich kleine Betonskulpturen als Kunst am Bau, zumindest für eine Weile. Als Hobbywetterbeobachter fand ich die Idee, mehr über den Wind in der Höhe zu lernen, natürlich spannend. Natürlich war schon klar, wer den Mast aufgestellt hat und wohin die Reise gehen soll, aber wissenschaftliche Neugier schafft es doch auch immer wieder, die Begleitumstände nicht so trist erscheinen zu lassen. Also freute ich mich auf die Veröffentlichung der Ergebnisse, so wie es in der Wissenschaft üblich ist, in einer „begutachteten Zeitschrift“. Das bedeutet, dass andere Wissenschaftler, als...
Herzlich Willkommen auf dem (derzeit) einzigen kritischen Blog zum höchsten Windrad der Welt! Die Gemeinde Schipkau liegt in der schönen Niederlausitz, ca. 120 km südlich von Berlin, und besteht aus den Ortsteilen Schipkau, Klettwitz, Annahütte, Meuro, Drochow und Hörlitz. Bei uns gibt es bereits überproportional riesige Wind- und Solarparks auf unseren alten Tagebauflächen, und nun soll als nächstes noch ein Höhenwindrad mit 300 m Nabenhöhe errichtet werden. Später sollen noch viele weitere folgen. Hier schreibt ein Hörlitzer über seine Eindrücke aus Kommunalpolitik und Medien zu diesem Thema. Viele Bürger und Besucher, mit denen ich sprechen konnte, halten diese Pläne für völlig übertrieben. Leider findet sich das nicht in der medialen Berichterstattung und in den Aussagen unserer Gemeindevertreter wieder. Dieser Blog soll sich daher als eine Sammlung von Tatsachen und Argumenten zur Planungsphase des ersten Höhenwindrades verstehen, also als ein Gegengewicht zu den bisherigen einsei...
Teil 1: Was ist bis jetzt passiert? 1999 wurde auf der Hochkippe des ehemaligen Tagebaus Klettwitz-Nord der erste Windpark erreichtet. 2014/15 wurden die Anlagen modernisiert („Repowering“) und 2017 weitere errichtet. Damals gab es viele interessante Ideen zur lokalen Verwertung des erzeugten Stroms . Daraus ist nichts geworden, aber die Erinnerung an nicht eingelöste Versprechen bleibt. Was es tatsächlich noch gibt, ist ein „Bürgerstrommodell“. Nur geht es dabei gar nicht um den erzeugten Strom, sondern um eine pauschale Zahlung von derzeit 80 Euro alle zwei Jahre pro Bürger, die bei der Gemeinde per Formular jedes Mal neu und natürlich fristgerecht beantragt werden muss. Im Frühjahr 2023 wurde dann ein Windmessmast auf der Klettwitzer Hochkippe errichtet, der in Vorbereitung der Pilotanlage Windgeschwindigkeiten in bis zu 300 m Höhe messen sollte. Dieser wurde im Sommer 2024 zurückgebaut. Die Errichtung erfolgte durch die Firma GICON®-Großmann Ingenieur Consult GmbH aus Dresden, di...
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